Fenchel – das älteste Heilkraut der Welt

Fenchel

 

Die Erforschung und Anwendung von Heilpflanzen hatte ihren Höhepunkt im Mittelalter. Zu dieser Zeit wurde das Wissen um sie von Mönchen und Nonnen verbreitet. Doch es gibt eine Heilpflanze, deren Wirkung bereits 3.000 v. Chr. bekannt war. Sie ist somit die älteste Heilpflanze der Welt: der Fenchel. Die Griechen haben ihrer Zeit als Erste die Wirkung des Fenchels erkannt.

Im Verlauf der Jahre hat Fenchel nichts an seiner Heilkraft eingebüßt. Er wird sogar auf vielfältigste Weise eingesetzt: als Gewürz, Seife, Likör, Bonbons, Hustensaft, Halstabletten, in Zahncremes und in Fleischprodukten. Und vor allem als Gemüse ist Fenchel zu empfehlen, denn das Kraut enthält viel Vitamin A und C.

Beste Omas | Fenchelsamen

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Vielseitiges Heilkraut

Fencheltee ist gut für den Magen und die Verdauung. Zudem verschafft der Tee Linderung bei Bauchschmerzen, Krämpfen und Völlegefühl. Denn er besitzt eine durchblutungsfördernde und krampflösende Wirkung. Um den Tee zuzubereiten, wird ein Teelöffel getrockneter Fenchelsamen mit 250 ml kochendem Wasser aufgegossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Die Samen müssen anschließend durch ein Sieb wieder entfernt werden. Am besten den Tee zwischen den Mahlzeiten ungesüßt trinken.

Der Fenchel wirkt auch bei Erkältungen. Vor allem bei Husten, Bronchitis und verstopfter Nase hilft es, den Fencheltee zu inhalieren. Dabei wird eine Handvoll Fenchelsamen in zwei Liter kochendes Wasser gegeben. So wirkt das Kraut schleimlösend und entzündungshemmend.

Schwangere Frauen sollten während der Schwangerschaft jedoch auf Fenchel verzichten. Durch ihn kann die Gebärmutter stimuliert werden. In der Stillzeit hingehen fördert Fencheltee die Milchproduktion. Auch Babys und Kleinkindern kann Fenchel Linderung verschaffen. Er wird einfach in den Tee oder Babybrei gegeben und wirkt gegen Bauchschmerzen und leichte Krämpfe.

Fenchelhonig – der etwas andere Honig

Weitere heilende Eigenschaften entfaltet Fenchel in Verbindung mit Honig. Vor allem bei Erkältungskrankheiten, Verdauungsbeschwerden und Husten hilft Fenchelhonig dank seiner ätherischen Öle sehr gut. Ihm wird auch nachgesagt, dass er bei Übelkeit und Appetitlosigkeit hilft. Für den Fenchelhonig werden 10 g frisch gemahlene Fenchelsamen mit 100 g Bienenhonig vermischt. Die Mischung muss 10 Tage ruhen. Vor dem Gebraucht müssen die Fenchelsamen aber wieder ausgesiebt werden. Der fertige Honig kann dreimal am Tag zu sich genommen oder verdünnt in warmen Wasser getrunken werden.

Doch Achtung: Wer jetzt losziehen möchte, um Fenchelsamen zu sammeln, muss sich vorsehen. Denn die Fenchelsamen haben große Ähnlichkeit mit den giftigen Schierlingsfrüchten. Es besteht Verwechslungsgefahr!

Fenchel ist nicht ohne Grund bereits seit der Antike ein beliebtes Heilmittel – er wirkt wahre Wunder. Mach dir das Wissen der alten Griechen zu Nutze und vertraue auf die heilende Kraft des Fenchel. Er lindert so manches Wehwehchen und ist zudem auch unterschiedlich anwendbar. Ein echtes Multitalent.