Wohlbefinden: Wie Kuscheln und Berührungen Oma und Enkel guttun

Wohlbefinden: Wie Kuscheln und Berührungen Oma und Enkel guttun

 

Berührungen und Kuscheln tun uns gut. Ausnahmslos jeder freut sich über eine liebevolle Umarmung, ein aufmunterndes Streichen über die Schulter, gemeinsames Kuscheln oder einen zärtlichen Kuss. Wer etwas anderes behauptet, will es nur nicht zugeben oder schämt sich sogar, es zuzugeben.

Doch das muss nicht sein. Als Mütter und Großmütter wissen wir instinktiv, wie wichtig Berührungen und Kuscheln für unsere Kinder sind. Schon bevor das Enkelkind geboren wird, interagieren wir mit ihm. Wir streichen liebevoll über den schwangeren Bauch, reden gut zu und beruhigen so Mutter und Kind.

Dabei kommen gleich mehrere Faktoren zusammen, die eine beruhigende Wirkung ausüben: Unsere Atmung ist langsam und entspannt, unsere Stimme gedämpft, die Berührungen zärtlich. Das überträgt sich auf die Mutter und mit ihr auf das ungeborene Kind.

Kuscheln ist der Kitt jeder menschlichen Beziehung

Die positiven Effekte von körperlicher Nähe wurden von der Wissenschaft bereits viel untersucht. Wahrscheinlich jeder hat schon mal vom sogenannten „Kuschelhormon“ Oxytocin gehört. „Oxytocin spielt für das Zusammenleben aller Menschen eine große Rolle. Es wirkt prosozial, fördert also ein positives soziales Miteinander“, sagt Professorin Inga Neumann, Neurobiologin an der Universität Regensburg gegenüber der Apotheken Umschau.

Dieses Hormon ist der Kitt jeder sozialen Beziehung und sorgt dafür, dass wir die Bindung zu anderen Menschen stärken, Vertrauen aufbauen und verständnisvoll auf andere reagieren. Aber nicht nur das: Es reduziert auch Stress und Angst und kann sogar Aggressionen dämpfen, wenn die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt mit uns interagieren. Die richtigen Menschen — das sind Familienangehörige und Freunde. Ihnen stehen wir nahe und mit ihnen verbringen wir gerne Zeit — und von ihnen lassen wir uns auch gerne anfassen.

Kuscheln im richtigen Maß

Das richtige Maß zu finden, ist nicht immer leicht. Gerade in schwierigen Phasen, in der Pubertät oder nach einem Streit, wissen wir oft nicht, ob und wie nahe wir der anderen Person kommen können. Enge Verwandte wie Mutter und Kind oder eine Oma mit ihrem Enkel haben oft ein feines Gespür. „Wird feinfühlig und richtig wahrgenommen, verbessert dies die Bindungsbeziehung“, schreibt die Psychologin Susanne Mierau auf ihrem Blog.

Ist man sich unsicher, hilft es, in solchen Situationen zu fragen. Ein einfaches „Möchtest du in den Arm genommen werden?“ wirkt Wunder. Doch auch wenn die Antwort „Nein“ heißt, sollte die Entscheidung respektiert werden. Selbst wenn wir es eigentlich besser wissen.

Die eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen verlieren

Doch nicht nur für unsere Kinder und Enkelkinder sind Nähe und Berührungen wichtig. Auch für uns selbst sind sie unerlässlich. Durch sie fühlen wir uns verbunden und weniger allein. Im alltäglichen Stress vergessen wir das leider gerne mal und die körperliche Verbundenheit tritt schnell in den Hintergrund.

Zur Normalität sollte das aber nicht werden. Schließlich wird bei der Berührung von uns lieben Menschen nicht nur das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet, sondern auch das Glückshormon Dopamin. Beide zusammen sorgen dafür, dass wir uns wohlfühlen und glücklich sind. Wir fühlen uns lebendig.

Wer den Wunsch nach mehr Nähe verspürt, sollte sich dessen bewusst sein und ihn auch aussprechen. Was wir nämlich nicht erwarten können, ist, dass andere ihn ohne Weiteres sehen und erkennen. Bei nahestehenden Menschen, unserem Partner oder unserer Familie, sollten wir diesen Wunsch ohne Angst vor Zurückweisung äußern können.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Wer sich dabei jedoch unsicher fühlt oder bei wem die Familie weiter weg wohnt, kann sich auf andere Weise die so wichtigen Berührungen holen. Nicht ohne Grund leben in jedem zweiten Haushalt Haustiere. Auch für sie gehören Streicheleinheiten zum Leben dazu und sind für sie genauso wichtig wie für uns.

Alternativ sind Entspannungsmassagen nicht nur für unseren geschundenen Rücken eine willkommene Abwechslung. Für einen ruhigen und entspannten Schlaf sind außerdem sogenannte Gravity Decken* ein echter Segen. Das sind extra schwere Decken, die sich wie eine angenehme Umarmung um unseren Körper legen.

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Wer noch dazu etwas für seine Fitness tun möchte, kann sich auch bei einem Tanzkurs anmelden. Tanzen ohne körperliche Interaktion ist fast unmöglich. Zusätzlich knüpft man neue soziale Kontakte, kommt ins Gespräch mit neuen Menschen und findet mitunter neue Freunde.

Am Ende des Tages geht aber nichts über die feste Umarmung eines lieben Menschen oder das Kuscheln mit den Enkelkindern. Dafür sollten wir auch mal eine längere Fahrt in Kauf nehmen. Denn damit tun wir nicht nur uns selbst etwas Gutes, sondern auch den geliebten Kleinen — und obendrein erleben wir wunderbare Momente, an die wir uns noch lange erinnern werden.

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