Sommer, Sonne, Sonnencreme: Warum wir Sonnencreme viel zu oft falsch verwenden

Sonnenbrille liegt am Strand

 

Diesen Sommer gönnt sich die Sonne kaum eine Pause und beschenkt uns mit schier unendlichen Sonnenstunden. Das lieben wir so sehr am Sommer: Wir können den ganzen Tag draußen verbringen und die frische Luft im Garten oder am Badesee genießen.

Die Sonnencreme ist dabei unser unverzichtbarer Begleiter. Denn natürlich lieben wir die positiven Effekte, die die Sonne auf uns hat: Wir haben gute Laune, fühlen uns voller Energie und rundum gut. Auf die negativen wie trockene Haut, die spannt, oder sogar Sonnenbrand können wir dagegen gut und gerne verzichten.

Ganz besonderer Schutz gebührt dabei unseren Enkeln. Ihre Haut ist besonders empfindlich und kann der prallen Sonne noch nichts entgegensetzen. Am besten meiden wir mit unseren lieben Kleinen die direkte Sonne und halten wir uns immer im Schatten auf, aber braucht es dann noch zusätzlich Sonnencreme?

Die Antwort ist: Ja, unbedingt! Oft merken wir, dass in Sachen Sonnenschutz für Groß und Klein noch viele Unsicherheiten oder falsche Annahmen existieren. Damit ihr den Sommer weiterhin unbeschwert genießen könnt, haben wir uns die gängigen aber falschen Glaubenssätze zur Sonnencreme angesehen und erklären, warum wir manchmal mit unseren Annahmen daneben liegen.

Der richtige Sonnenschutz | Beste Omas

Ein paar Minuten in der Sonne, sind schon nicht so schlimm! Oder?

Bei kleinen Erledigungen im Garten oder auf dem Weg zum Bäcker verzichten wir gerne mal auf den Sonnenschutz. „So schlimm wird es schon nicht sein“, denken wir uns. Doch leider unterschätzen wir die Kraft der Sonne und überschätzen den eigenen Schutz der Haut. Denn in unseren Breitengraden haben wir der Regel eine vergleichsweise helle Haut und die hat der Sonne nur wenig entgegenzusetzen.

Je nach Hauttyp reichen bereits 15 Minuten in der Sonne aus, um der ungeschützten Haut zu schaden. Denn für eine bestimmte Zeit kann sich die Haut selbst vor der Sonne und ihren UV-Strahlen schützen, das nennt man die Eigenschutzzeit. Je nach Hauttyp ist diese unterschiedliche lang — hält aber nicht ewig. Generell gilt: Je dunkler die Haut, umso länger kann sie ungeschützt in der Sonne bleiben.

Erwachsene mit sehr heller bis heller Haut sollten sich nicht länger als 10 Minuten ohne Sonnencreme in der Sonne aufhalten. Bei Erwachsenen mit mittelheller bis brauner Haut wird empfohlen, die Haut nicht länger als 20 Minuten ungeschützt der Sonne auszusetzen.

Bei Babys und Kleinkindern muss sich der Eigenschutz der Haut erst noch entwickeln. Ihre Haut benötigt umso mehr Schutz und Pflege. Deshalb sollten sie auch niemals der direkten Sonne ausgesetzt werden und sollten immer mit einer Sonnencreme mit LSF 50+* vor den UV-Strahlen geschützt werden.

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Einmal morgens eincremen reicht völlig aus?

Wenn wir uns nach dem Zähneputzen großzügig mit Sonnencreme eincremen, fühlen wir uns für den Tag gut gewappnet. Doch auch dieser Schutz ist begrenzt. Denn durch unseren Alltag, das Schwitzen oder einen Sprung ins kalte Nass wird dieser auf die Probe gestellt.

Wenn wir schwitzen, löst sich gleichzeitig die Sonnencreme auf unserer Haut. Sie ist nicht mehr optimal geschützt. Gehen wir dazu noch ins Wasser, ist der Effekt umso größer. Denn das Wasser wäscht die Creme von unserer Haut. Der Sonnenschutz sollte deshalb mindestens alle zwei Stunden und nach dem Baden neu aufgetragen werden.

Mythos: Wer öfter nachcremt, kann länger in der Sonne bleiben

Jetzt cremen wir unsere Haut also den ganzen Tag über regelmäßig nach. Bedeutet das dann auch, dass wir mit jeder Schicht den Sonnenschutz verlängern? Leider nein. Denn mit dem Nachcremen halten wir den Schutz nur aufrecht.

Sonnencreme verlängert die Zeit, die unsere Haut gegen die UV-Strahlen der Sonne geschützt ist, um den Lichtschutzfaktor, der auf der Packung steht. Doch lässt sich die Eigenschutzzeit der Haut nicht durch wiederholtes cremen unbegrenzt verlängern. Denn auch unsere Haut braucht mal eine Pause, um sich zu regenerieren. Schon am nächsten Tag hat sich die Haut soweit erholt, dass ihr wieder nach draußen könnt — aber bitte mit Sonnenschutz.

Sonnenschutz im Schatten | Beste Omas

Ist Sonnencreme auch notwendig, wenn ich mich im Schatten aufhalte?

An besonders heißen Tagen halten wir uns ohnehin am liebsten im Schatten auf. Hier lässt sich die Hitze gut aushalten. Die angenehmen Temperaturen wiegen uns aber schnell in falscher Sicherheit und verleiten dazu, die Sonnencreme in der Tasche zu lassen.

Doch die UV-Strahlen der Sonne müssen nicht direkt auf die Haut treffen, um einen Sonnenbrand zu verursachen. Es reicht schon, wenn sie von Gebäudefassaden, Sand und Wasser reflektiert werden. Auf diese Weise treffen noch ca. 60-80 Prozent der Strahlungsintensität auf unsere Haut — im Schatten! Deshalb ist das Eincremen auch im Schatten für uns und unsere Enkel Pflicht.

Mythos: Ein T-Shit oder helles Langarmshirt reicht als Sonnenschutz

Das ständige Nachcremen mit Sonnencreme ist nicht nur für unseren Enkel eine nervige Angelegenheit. Auch wir Omas sind froh, wenn die Prozedur vorbei ist und wir unsere klebrigen Finger waschen können. Um unseren Enkel vor der Sonne zu schützen, ziehen wir ihm deshalb stattdessen gerne ein helles T-Shirt an. Das bedeckt die Schultern und ist gleichzeitig schön luftig.

Doch vor allem helle Kleidung ist im Sommer kein ausreichender Schutz gegen die Sonne. Während dunkle Stoffe bis zu 97 Prozent der Strahlung absorbieren, absorbiert helle Bekleidung nur ca. 60 Prozent der UV-Strahlung. Ein Teil der Strahlung kann also ungehindert bis zur Haut durchdringen. Sonnencreme ist deshalb vor allem unter heller Kleidung zu empfehlen.

Eine ideale Alternative zur Sonnencreme ist sogenannte UV-Badekleidung. Sie schützt zuverlässig vor UV-Strahlung, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Sonnenschutz für den Enkel | Beste Omas

Reicht eine Tube Sonnencreme für den Sommerurlaub?

Wenn wir unseren Koffer für den Urlaub packen, achten wir auf jedes Gramm. Vor allem bei Flugreisen möchten wir nur das mitnehmen, was wir auch wirklich brauchen. Denn unsere Gepäckmitnahme ist begrenzt. Die Sonnencreme gehört selbstverständlich mit in den Koffer. Aber wie viel brauchen wir tatsächlich?

Oft unterschätzen wir, welche Menge Sonnencreme wir für den richtigen Schutz benötigen. Viele von uns verwenden beim Eincremen gerade einmal ein Viertel der eigentlich notwendigen Menge.

Für den Körper eines Erwachsenen wird insgesamt eine Menge von ca. 3 Esslöffeln Sonnencreme empfohlen. Für das Gesicht sollte etwa 1 Teelöffel Sonnencreme verwendet werden. Rechnet man diese Menge auf eine Woche hoch, regelmäßiges Nachcremen inbegriffen, kommt man mindestens auf eine Menge von 3 Flaschen Sonnencreme pro Person.

Am besten packt ihr für den Strandurlaub wasserfestes Sonnenspray* ein. Das lässt sich nicht nur angenehm verteilen, sondern schützt kleine Wasserratten auch beim Baden vor einem Sonnenbrand.

Stiftung Warentest Testsieger 2019: Wasserfeste Sonnencreme

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Filtern wirklich alle Autofenster die UV-Strahlen?

Auf langen Autofahrten machen wir uns im Sommer wenig Gedanken um Sonnenschutz. Wir vertrauen darauf, dass die Fenster die Sonnenstrahlen filtern. Im Gegensatz zur Windschutzscheibe filtern die Seitenfenster jedoch nicht komplett die UV-Strahlung.

Auch hier lassen die unbehandelten Fenster 60-80 Prozent der UV-Strahlen durch. Die Arme und das Gesicht solltet ihr deshalb bei längeren Fahrten unbedingt eincremen. Um eure Enkel auf der Rückbank zusätzlich zu schützen, könnt ihr an den hinteren Seitenfenstern einen Sonnenschutz* anbringen.

Die Reihenfolge von Mücken- und Sonnenschutz ist egal — oder?

Gerade am Badesee wimmelt es nur so von Mücken. Ein Mückenschutz ist deshalb unverzichtbar. Einmal kurz aufgetragen, schon können wir uns die lästigen Biester vom Leib halten. Trägt man die Sonnencreme und den Mückenschutz allerdings in der falschen Reihenfolge auf, kann sich die Wirksamkeit der beiden Mittel verringern.

Die Sonnencreme sollte immer zuerst aufgetragen werden. Denn sie zieht im Gegensatz zum Mückenspray in die Haut ein. Nach 15 bis 20 Minuten Einwirkzeit könnt ihr dann das Mückenspray auftragen. Nur so greifen beide Mittel optimal ineinander und ihr bleibt zuverlässig von Sonnenbrand und Mückenstichen verschont.

Lasst euch nicht von falschen Annahmen in die Irre führen. Mit diesen Tipps seid ihr bestens vor der UV-Strahlung geschützt und könnt den Sommer weiterhin mit eurer Familie genießen.

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