Gesundes Gärtnern: Tipps vom Physiotherapeuten

Menschen die Blumen einpflanzen

 

Der eigene Garten hält Oma ganz schön auf Trab. Schwedische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass leichte Arbeiten im Haushalt und Garten mit einer höheren Lebenserwartung im Alter zusammenhängen. Denn bei der Gartenarbeit wird der gesamte Körper beansprucht und viele Muskelgruppen abwechselnd aktiviert. Das hält fit und gesund.

Auch unsere Facebook-Umfrage hat gezeigt: Die meisten von euch erledigen leichte Gartenarbeiten wie Unkraut zupfen lieber mit der Hand statt mit der Chemiekeule.

Gesundes Maß finden

So gut die Arbeit im Grünen dem Körper tut: Ab und an wird die Gartenfreude von unangenehmen Schmerzen in den Knien oder im Rücken getrübt. Um herauszufinden, was man dagegen tun kann, haben wir mit der Physiotherapeutin Nanette Völkner gesprochen: „Die Bewegungen bei der Gartenarbeit sind über einen langen Zeitraum oft sehr einseitig“, erklärt Völkner. „Das kann die Gelenke überlasten und zu überdehnten Muskeln führen.“

Völkner rät deshalb: „Am besten verteilt man die Arbeit im Garten auf mehre Tage in der Woche.“ Im Idealfall beschränkt sich die Gartenpflege auf maximal 30 Minuten am Tag. Während dieser Zeit sollte man öfters zwischen Bodenarbeiten und aufrecht auszuführenden Arbeiten wie Rasen mähen wechseln. Denn: „Ein steter Wechsel der Positionen entlastet die Gelenke und wirkt einseitigen Belastungen entgegen“, sagt die Physiotherapeutin.

Richtige Haltung einnehmen

Auch eine ungünstige Körperhaltung kann die Ursache für Verspannungen im Rücken und Schmerzen in den Knien sein. Besonders gebückte Gartenarbeiten wie Unkraut zupfen oder Beete bepflanzen belasten die Wirbelsäule und die Kniegelenke. „Es ist wichtig, den Oberkörper auch bei Arbeiten am Boden aufrecht zu halten und sich nicht zu weit nach vorne zu beugen“, rät Völkner. Eine krumme Haltung ist der Hauptauslöser für unangenehme Schmerzen im Rücken.

Indem man in der Hocke ein Knie auf den Boden stellt und sich mit dem Unterarm auf dem Oberschenkel abstützt, kann man den Rücken zusätzlich stabilisieren. Weil die Kniegelenke in der Hocke aber stark belastet werden, ist es wichtig, nicht zu lange in dieser Position zu verharren. Um den gebückten Arbeiten von vornherein aus dem Weg zu gehen, bieten sich außerdem Hochbeete* an. Diese sind besonders rückenfreundlich. Um sie zu pflegen, muss man sich nicht bücken.

Hilfsmittel sind das A und O

Ein weiterer Tipp der Physiotherapeutin: „Um die Gelenke und den Rücken zu entlasten, sollten bei der Gartenarbeit in jedem Fall unterstützende Hilfsmittel genutzt werden.“ Mittlerweile gibt es eine große Palette an ergonomischen Gartengeräten, mit denen die Arbeit leichter von der Hand geht und Muskeln sowie Gelenke geschont werden.

Wer Erde auflockern, Pflanzen umsetzen oder Löcher ausheben will, sollte dafür zum Beispiel einen ergonomisch geformten Spaten* nutzen. Der lange Spatenstiel ermöglicht eine aufrechte Haltung und schont so den Rücken. Das geringe Gewicht des Spatens entlastet zudem die Wirbelsäule. Dank des praktischen D-Griffs liegt der Gärtnerspaten angenehm in der Hand.


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Um beim Unkrautzupfen den Druck von den Knien zu nehmen, bietet sich ein Kniekissen aus Schaumstoff* an. Das Kissen schützt die empfindlichen Kniescheiben vor hartem Untergrund und sorgt für mehr Bequemlichkeit. Besonders rückenschonend lässt sich im Kniestand arbeiten. Dabei mit einem Knie auf dem Kissen abstützen und den anderen Fuß vor dem Kissen aufstellen. „Zusätzlich kann auch ein Rollhocker* verwendet werden“, empfiehlt Völkner. „Er nimmt die Last vom Oberkörper und ermöglicht so eine besonders aufrechte Haltung.“

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Wer Unkraut nicht länger mit der Hand entfernen möchte, kann auf einen Unkrautstecher* umsteigen. Er entlastet den Rücken und erspart einem das lästige Bücken. Mit dem langen Greifarm lassen sich unliebsame Pflanzen ganz einfach im Stehen entfernen. Ein weiterer Pluspunkt: Dreckige Hände gehören fortan der Vergangenheit an.

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Erholsamer Abschluss

Nach getaner Arbeit im Grünen hat sich der Körper ein kleines Verwöhnprogramm verdient. „Am besten entspannen die Muskeln bei einem heißen Bad“, sagt die Physiotherapeutin. Das warme Wasser vertreibt die Steifheit aus den Gliedern und beugt Muskelkater vor. „Auch leichte Dehnungen lockern Verspannungen in den Muskeln“, erklärt Völkner.

Schmerzen im Rücken und in den Knien kann niemand nach einem fleißigen Nachmittag in der eigenen kleinen Gartenoase gebrauchen. Beugt mit unseren Tipps den allseits bekannten Wehwehchen vor und genießt die schönen Seiten des Gärtnerns.

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