Wetterfühligkeit: Wo kommt sie her und was können wir dagegen tun?

 

Unser heutiges Thema: Wetterfühligkeit: Wo kommt sie her und was können wir dagegen tun? Kaum hat sich der Sommer verabschiedet, ziehen uns langsam die Temperaturen und der kalte Wind direkt in die Knochen. Der Wechsel der Jahreszeiten macht sich bei uns mit Wetterfühligkeit und ein allgemeines Unwohlsein bemerkbar.

Wetterfühligkeit macht sich vielfältig bemerkbar: So wie jeder Mensch anders ist, reagiert er auch auf eine andere Art und Weise auf den Wetterumschwung. Einerseits gibt es Menschen, die gar keine Veränderungen bemerken. Andererseits gibt es aber auch viele Menschen, die über Kopfschmerzen und Migräne, Gelenkschmerzen, Übelkeit oder ein allgemeines Unwohlsein und Müdigkeit klagen.

Doch sind wir mit unserer Wetterfühligkeit nicht allein. Etwa die Hälfte der Deutschen klagt über Wetterfühligkeit. Sie alle leiden körperlich unter den Wetterumschwüngen, sei es der kalte Wind, der durch die Knochen fährt, oder die heiße, schwüle Luft im Sommer, die uns auf den Kopf drückt.

Wetterfühligkeit: Wo kommt sie her und was können wir dagegen tun?

Auch im Herbst halten unsere Enkel uns auf Trapp

Woher kommt die Wetterfühligkeit?

Wetterfühligkeit wird zum Beispiel darauf zurückgeführt, dass der Körper sich heutzutage schlechter auf Wetterumschwünge einstellen kann. Wir sind es einfach gewohnt, dass Heizungen, Klimaanlagen und Funktionskleidung uns und unserem Körper einen Großteil der Arbeit abnehmen. Sie sorgen dafür, dass unser Körper seine Wohlfühltemperatur halten kann.

Wir haben es ganz schön gut, doch unsere Widerstandsfähigkeit leidet darunter. Weitere Einflussfaktoren sind Stress, Sorgen oder eine Überbelastung des Körpers. Diese wirken sich zusätzlich auf unsere Widerstandsfähigkeit aus. Wir fühlen uns dem Wetter also noch mehr ausgesetzt.

Was können wir gegen Wetterfühligkeit tun?

Mit ein paar einfachen Tipps, lässt sich die eigene Widerstandsfähigkeit wieder verbessern. Natürlich ist es nicht immer möglich Stresssituationen aus dem Weg zu gehen. Doch ein entspannter Lebensstil hilft, den Alltagsstress zu reduzieren.

Wetterfühligkeit: Wo kommt sie her und was können wir dagegen tun? - Tee trinken

Entspannen bei einer Tasse Tee

Tipp 1: Sich Zeit nehmen und Stress reduzieren

Die Welt ist schon hektisch genug. Doch müssen wir uns dieser Hektik nicht hingeben. Besser ist es, sich Zeit zu nehmen, für Entspannung, ein gutes Buch, ein Gespräch mit Freunden oder schöne Momente mit der Familie. Das reduziert die innere Angespanntheit automatisch.

Tipp 2: Täglich an die frische Luft

Auch wenn es zuhause so wohlig warm ist — unser Widerstandsfähigkeit gegenüber Wetterveränderungen verbessern wir nur, indem wir rausgehen. Außerdem ist ein Spaziergang eine schöne Gelegenheit, mit den Enkeln auf Entdeckungstour zu gehen.

Wer regelmäßig an der frischen Luft ist und das Wetter sowie den Wechsel der Temperaturen spürt, kann sich später auch wieder besser auf einen Wetterumschwung einstellen. Experten empfehlen täglich mindestens eine halbe Stunde draußen zu verbringen.

Wetterfühligkeit: Wo kommt sie her und was können wir dagegen tun? - Frische Luft

Spazieren gehen bei Wind und Wetter

Tipp 3: Wassertreten und Wechselduschen

Die Kombination aus Kälte und Nässe setzt uns genauso zu wie drückende Hitze. Heiß-kalte Wechselduschen sind ein gutes Mittel, um uns auf die bevorstehende Kälte vorzubereiten. Das regt den Kreislauf an und härtet ab.

Einen ähnlichen Effekt hat das Wassertreten. Wem also die kalte Dusche zu viel ist, geht lieber ins Kneippbecken. Mit dem Wassertreten soll außerdem die arterielle Durchblutung gefördert werden, das sorgt für warme Füße.

Wetterfühligkeit: Wo kommt sie her und was können wir dagegen tun? - Wassertreten

Wassertreten im Kneippbecken

Tipp 4: Viel Bewegung und eine ausgewogene Ernährung

Wer rastet, der rostet. Dieses alte Sprichwort lässt sich auf viele Situationen anwenden. Genauso auch auf die Wetterfühligkeit. Denn Bewegung hält den Kreislauf in Schwung und fit. Ein fitter Körper kann sich wiederum besser auf Wetterumschwünge einstellen und ist weniger wetterfühlig. Nicht zu vergessen ist eine ausgewogene Ernährung mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Sie bildet die Basis für einen gesunden Lebensstil.

Und so schließt sich der Kreis: Wer gesund lebt, regelmäßig raus geht und in Bewegung bleibt, fühlt sich wohler und kann sich besser auf wechselnde Bedingungen einstellen — so auch auf das wechselhafte Wetter.