Nachhaltige Ernährung: Muss ich unbedingt auf Fleisch verzichten, um mich nachhaltig zu ernähren?

Gemüse im Supermarktregal

 

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Mit vielen kleinen Schritten sind wir seit Jahren dabei, ein nachhaltigeres und umweltbewusstes Leben zu leben. Die letzten Jahre zeigen immer deutlicher, was in Zukunft auf uns zukommt. Die Sommer werden heißer, der Winter kommt immer später.

Wenn es so weitergeht, ist die Welt, in der unsere Enkel später leben werden, eine ganz andere als die, die wir in unserer Kindheit gesehen haben. Als Großeltern ist es unser größter Wunsch, dass unsere Kinder in der besten aller möglichen Welten leben können. Auch in Zukunft. Dafür legen wir heute den Grundstein.

Die Ernährung als Teil einer nachhaltigen Lebensweise

In den meisten Diskussionen um Nachhaltigkeit wird heutzutage viel über Flugreisen diskutiert, aber auch über unseren Fleischkonsum. Doch müssen wir jetzt wirklich alle aufhören, Fleisch zu essen?

Ein nachhaltiges Leben beginnt im Einkaufswagen. Der Instagram Account nachaltigerlebeninberlin hinterfragt die üblichen Argumente und Glaubenssätze und schaut sich unterschiedliche Lebens- und Ernährungsweisen an. Dabei vergleichen sie nicht nur unsere übliche Ernährung mit einer vegetarischen oder veganen, sondern setzen u.a. auch unterschiedliche Produktionsweisen und Verpackungen ins Verhältnis. Anstatt also ganz auf Fleisch zu verzichten, lässt es sich auch an anderer Stelle nachhaltiger leben.

Statistik mit Allesesser Vegetarisch Vegan

CO₂ Fußabdruck Ernährung

Viele können nicht ohne: Der Kaffee am Morgen

Die Qual der Wahl beginnt schon am Frühstückstisch. Kaffee oder Tee? Viele schwören auf den morgendlichen Kaffee. Doch ist die Herstellung von Kaffee sehr ressourcenaufwändig. Außerdem lässt er sich schlecht bei uns anbauen, deshalb kommt der Transport um die halbe Welt noch oben drauf.

Auch schwarzen Tee müssen wir importieren. Doch ist z.B. sein Wasserverbrauch beim Anbau deutlich geringer. Selbst wenn also der Kaffee am Morgen nicht verhandelbar ist, lässt sich über den Tag die eine oder andere Tasse gegen einen Tee austauschen. Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist.

Statistik mit CO₂ Fußabdruck von Tee und Kaffee

CO₂ Fußabdruck Kaffee

Regional, saisonal, nicht egal: Müssen es Äpfel aus Neuseeland sein?

Der Import von Lebensmitteln ist ein großes Thema. Durch die vielen Supermärkte und Discounter sind wir es gewohnt, das ganze Jahr über eine große Auswahl an Obst- und Gemüsesorten kaufen zu können. Viele dieser Lebensmittel werden aber in Gewächshäusern angebaut oder aus südlichen Ländern eingeflogen.

Wer hier genauer hinschaut und auf die Produktionsländer achtet, entscheidet selbst über die Nachhaltigkeit des eigenen Einkaufs. Lebensmittel aus Europa sind besser als importierte aus Südafrika oder Neuseeland. Genauso verhält es sich mit Saisonfrüchten. Wer den Saisonkalender im Blick hat, trifft ganz klar die nachhaltigere Entscheidung. Als Faustregel gilt: Je kürzer der Transportweg und die Lagerungszeit, desto besser. Am besten ist natürlich immer das Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten.

Statistik mit CO₂ Fußabdruck von Äpfeln

CO₂ Fußabdruck Äpfel

Zum Mittag oder Abendessen darf es gerne mal etwas Warmes geben. Neben Nudeln und Kartoffeln bildet Reis oft die Grundlage unserer warmen Mahlzeiten. Doch auch der Reisanbau verschlingt Unmengen an Wasser. Heimische Kartoffeln, die sich problemlos lagern lassen, sind auch hier wieder die nachhaltigere Alternative. Natürlich muss auch hier nicht ganz auf Reis verzichtet werden, schließlich enthält er wertvolle Mineralien wie Kalium, Magnesium und Eisen. Das Maß macht’s.

Die Beispiele zeigen, es muss nicht gleich verzichtet werden. Wer bei seinem Einkauf genauer auf Herkunftsländer und Anbauweisen achtet, kann der Natur mit seinen Kaufentscheidungen etwas Gutes tun. Mit kleinen Schritten beginnt unsere Reise in eine nachhaltigere Zukunft.

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