Tag der Erde: So kannst du selbst zum Bienenschutz beitragen

Tag der Erde: So kannst du selbst zum Bienenschutz beitragen

 

Unsere Enkel bedeuten uns Omas alles. Nichts auf der Welt ist mehr Wert als das Glück unserer Enkelkinder. Sie sind unsere große Liebe und unsere Zukunft. Gerade aus diesem Grund möchte jede Oma ihrem Enkel eine Zukunft schenken, von der sie weiß, dass er in ihr glücklich leben kann.

Der heutige Tag der Erde ist genau der richtige Tag, um damit anzufangen. Der Tag der Erde wird jedes Jahr am 22. April gefeiert. Sein Ziel ist es, das Bewusstsein für unsere Umwelt und damit auch die Erhaltung der „Mutter Erde“ zu stärken. In diesem Jahr steht dabei ein unscheinbares Insekt im Mittelpunkt: die Biene.

Tag der Erde: So kannst du selbst zum Bienenschutz beitragen

Beste Omas | Biene

Allein in Deutschland steht die Hälfte der 600 Bienenarten auf der Roten Liste. Ein Insekt, mit dem wir aufgewachsen sind, könnte eines Tages verschwunden sein. Eine Welt ohne Bienen? Unvorstellbar! Denn gerade dieses kleine Geschöpf spielt eine zentrale Rolle in unserem Leben. Wenn die Bienen weg sind, würde uns nicht nur das Honigbrötchen fehlen. Es geht noch viel weiter. Angefangen bei Marmelade, Gemüse und Obst bis hin zu Vanille, Baumwollsocken und schließlich Blumen. Ein Drittel unserer Lebensmittel ist von den kleinen Bestäubern abhängig. Deswegen ist Bienenschutz unabdingbar.

Doch was können wir zuhause tun, um diesen nützlichen Insekten unter die Arme zu greifen? Als Hobbygärtnerin gibt es ein paar Wege, um unseren Garten oder Balkon in ein Bienenparadies zu verwandeln. Gleichzeitig können wir all das auch mit unserem Enkel zusammen umsetzen.

Bienenschutz: Kein Insektizid benutzen

Schädlinge an den eigenen Pflanzen sind das Grauen einer jeden Hobbygärtnerin. Doch aus Liebe zu den Bienen sollte nicht zu Insektiziden gegriffen werden. Denn diese bekämpfen nicht nur die ungeliebten Insekten, sondern auch die guten – wie unsere Bienen. Als Alternative kann hier auf natürliche Pflanzenschutzmittel zurückgegriffen werden. Zum einen eignet sich Brennnesselsud. Das wirkt nicht nur gegen Blattläuse, weiße Fliegen und Spinnmilben, sondern enthält zusätzlich Nährstoffe, um die Pflanze zu stärken. Ein besonderer Nebeneffekt ist, dass der Sud gleichzeitig auch Unkraut vorbeugt. Ein weiteres Mittel ist Stachelhalmbrühe. Diese bekämpft Pilzkrankheiten, gibt der Pflanze mehr Widerstandskraft und wirkt gleichzeitig als natürlicher Dünger. Perfekte Helfer für den Bienenschutz.

Bienenschutz: Bienenfreundliche Blumen

Nicht jeder Garten, der prächtig blüht, ist gleichzeitig auch ein Bienenparadies. Viele Blumen gehören zu den Sorten mit sogenannten „gefüllten“ Blüten. Als „gefüllte“ Blüten werden diejenigen bezeichnet, die eine vermehrte Anzahl an Blütenblättern vorweisen und somit als sehr voll und buschig erscheinen. Die „gefüllten“ Blüten werden so gezüchtet, dass die im Zentrum der Blüten liegenden Staubblätter als Blütenblätter ausgebildet werden. Für unseren kleinen Freund, die Biene, ist das jedoch ein ungeahntes Problem. Sie hat es nicht nur schwer, durch die vielen Blütenblätter bis zum ersehnten Nektar vorzustoßen, die Blumen produzieren häufig gar keinen Pollen oder Nektar. Sie bieten den Bienen also keine Nahrung. Statt den Blumen mit „gefüllten“ Blüten können Sorten mit großen und offenen Blüten gepflanzt werden, die stark riechen und in kräftigen Farben blühen. Im Handel werden solche Blumen meist als „alte Sorten“ geführt. Fans von „gefüllten“ Blüten müssen dennoch nicht komplett auf diese verzichten. Ein gutes Gleichgewicht aus „gefüllten“ und „ungefüllten“ Sorten ist hier der Trick.

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Beste Omas | Blumen

Bienenschutz: Wildblumenwiese anlegen

Ein echter Bienenmagnet ist die wilde Blumenwiese. Pflanzenmischungen dafür gibt es in jedem Gartencenter oder größeren Supermarkt. Eine Wildblumenwiese ist zudem sehr pflegeleicht. Im Gegensatz zum Rasen muss die Wiese nur zwei Mal im Jahr gemäht werden. Der Grund dafür ist, dass sich die einjährigen Blumen so selbst aussähen können. Wer nur einen Balkon hat oder nur einen kleinen Bereich anlegen möchte, muss nicht auf eine Wildblumenwiese verzichten. Hier eigenen sich große Kübel oder breite Balkonkästen hervorragend. Wer jedoch eine Rasenfläche hat, auf der die Enkel spielen, sollte besser auf die Wildblumen verzichten. Da die Bienen auf Bodenhöhe oder zwischen den hohen Blumen umherschwirren, werden sie leicht von Kindern übersehen. Das kann schnell zu einem Bienenstich führen.

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Beste Omas | Wildblumen

Honig vom Imker

Ein weiterer einfacher Trick ist, ein Glas Honig vom Imker zu kaufen statt im Supermarkt. So setzen wir uns dafür ein, dass die Imker in der Region ihre Bienenvölker weiterhin erhalten können. Gleichzeitig ist das eine prima Gelegenheit, um mit dem Enkel einen Ausflug in das Reich der Bienen zu machen. Denn viele Imker bieten Schnuppertage an, an denen eure Enkel ihre Entdeckerfreude ganz ausleben können. Fragt doch einfach mal beim Imker um die Ecke, ob ihr euch seine Arbeit ansehen könnt. Euer Enkel wird begeistert sein!

Bienenschutz mit der ganzen Familie!

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