Warum wir das Fernweh zu den Enkeln in dieser Zeit überwinden müssen

Der Coronavirus – er stellt unser alltägliches Leben völlig auf den Kopf. Für alle – und vor allem für uns Omas – heißt es nun, nicht unnötig herausgehen. Drinnen bleiben und abwarten also. 

Anfänglich stand ich der Zeit zu Hause mit gemischten Gefühlen gegenüber. Was soll ich den so lange zu Hause tun? Ich habe mich aber schnell darauf besonnen, dass es einfach das Beste ist, drinnen zu bleiben und so den Virus einzudämmen. Solche Maßnahmen werden nicht umsonst ergriffen. Wir sollten alle versuchen uns bestmöglich daranzuhalten. 

Also habe ich mir einiges vorgenommen. Ich arbeite längst liegen Gebliebenes auf. Nehme mir ein gutes Buch vor. Oder bringe die Terrasse auf Vordermann, wo ich dann die Frühlingsluft, die Blumen und die Sonne genießen kann. Ich habe auch bereits angefangen Gemüse für den Garten vorzuziehen. Wenn ich Familie und Freunde dann doch sehr vermisse, dann sehe ich Fotoalben und Fotoboxen durch und schwelge in Erinnerungen. Die Zeit vergeht oft schneller, als man denkt, das habe ich mit der Zeit gelernt. Also mache ich das Beste daraus. 

Ich kann es kaum abwarten bis ich wieder mit meinem Enkel ein den Garten gehen kann.

 

Ja, mein Familienleben leidet, aber…

Was mir jedoch am schwersten fällt, und so wird es sicherlich auch vielen von euch gehen, ist, dass ich meine Enkel nun eine Zeit lang nicht mehr sehen kann. Die Tatsache, dass meine Familie nicht weit weg wohnt, macht es mir noch schwerer. Euch wird es genauso gehen, egal ob die Familie nah oder fern ist. Aber du und ich, wir, befinden uns in der Risikogruppe und gerade deshalb möchte ich an euch appellieren. Wir müssen uns an die Schutzmaßnahmen halten! Auch, wenn das den Kontakt mit unserer Familie und unseren Enkeln einschränkt. Es ist nur zu unserem Besten! 

Gerade deswegen: Egal wie groß der Herzschmerz ist, und meiner ist schon sehr groß, lasst uns zusammen stark sein und alles tun damit dieses Virus eingedämmt wird. Je besonnener wir uns jetzt verhalten, desto schneller können wir unsere Enkel auch wieder in den Arm schließen.

Die Not macht erfinderisch: So verbringe ich jetzt Zeit mit meinen Enkeln 

Das heißt aber nicht, dass ich von meinen Enkeln jetzt Wochen lang nichts hören werde. Nein! Das Internet verbindet uns in dieser Zeit. Wir telefonieren viel und ich bekomme pausenlos Bilder, Videos und Nachrichten von allem, was meine Enkel und auch meine Familie machen. Anders herum funktioniert das Ganze natürlich genau so. Meine Familie hat wahrscheinlich noch nie so viele Fotos von mir geschickt bekommen. So sind wir ständig in Kontakt. 

Wenn ich mit meiner Familie videotelefoniere, kann ich den Blick nicht von meinem Enkel nehmen.

Das ist Liebe 

Damit ich nicht viel rausgehen muss, bringt mein Schwiegersohn mir die Lebensmittel nach Hause und stellt den Einkaufskorb vor die Haustür. Darin waren letztes Mal selbstgemalte Bilder und ein Brief von meinen Enkeln. Über diese Überraschung habe ich mich riesig gefreut. Die kleinen Dinge sind es, die zählen! Vor allem in dieser Zeit!

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