Garten & Balkon: Klein, aber oho – Zwergobstbäume

Birnen am Baum

 

Nichts lässt Omas Gärtnerherz höher schlagen, als ihr selbst angebautes Obst. Wenn die Obstbäume und Beerensträucher nach langem Warten ihre süßen Früchte präsentieren, verwandelt sich der Garten in eine prächtige Oase voller schmackhafter Leckereien. Egal ob knackige Äpfel oder saftige Birnen – dem eigenen Obst können die Alternativen aus dem Supermarkt einfach nicht das Wasser reichen.

Nicht jeder hat einen großen Garten, in dem er eigenes Obst anbauen kann. Der Traum vom eigenen Obstparadies lässt sich aber trotzdem ausleben. Zwergobstbäume verwandeln den Balkon oder die Terrasse im Handumdrehen in ein Eldorado für Hobbygärtner. Bei viel Sonne und liebevoller Pflege belohnen die kleinen Obstbäume einen schon bald mit frischem Lieblingsobst. Und das Beste: Für die Ernte muss man sich nicht erst mit einer Leiter abmühen. Die süßen Früchte lassen sich ganz einfach abpflücken.

Was sind Zwergobstbäume

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei Zwergobstbäumen um Obstbäume im Miniformat. Im Gegensatz zu ihren hochgewachsenen Verwandten erreichen sie lediglich eine Endhöhe zwischen 1 Meter und 1,50 Meter. Ihre Früchte sind von diesem Kleinwuchs aber nicht betroffen. In Größe und Geschmack stehen sie den klassischen Obstbäumen in nichts nach.

Ernten kann man das Obst in der Regel bereits nach einem Jahr – je nach Sorte im Sommer oder im Herbst. Die Auswahl an Zwergobstbäumen lässt dabei keine Wünsche offen. Von Birnen, Pfirsichen und Nektarinen über Äpfel und Zitronen bis hin zu Kirschen bieten Gartencenter und Online-Shops* alle beliebten Obstsorten an.

Zwergobstbäume | Beste Omas

Zwergobstbaum | Beste Omas

Zwergobstbäume als Kübelpflanzen

Zwergobstbäume sind ideale Kübelpflanzen für die Terrasse oder den Balkon. Am wohlsten fühlen sie sich an einem sonnigen Standort. Schatten oder Halbschatten tut ihnen dagegen nicht gut und hemmt das Wachstum ihrer Früchte. Eingepflanzt werden sie am besten in einen mindestens 30 Liter großen Kübel. Dieser bietet den Wurzeln der kleinen Obstbäume genügend Platz, um sich optimal zu entwickeln. Ein großer Kübel speichert außerdem mehr Wasser. Perfekt für die durstigen Zwergobstbäume.

Ein Kübel aus Holz, Stein oder Kunststein eignet sich besser als ein Keramik-, Ton- oder Terracottagefäß. Letztere können zum Beispiel leicht zerspringen, sobald sich die Wurzeln der Zwergobstbäume ausdehnen. Der Kübel sollte außerdem auf kleinen Füßen stehen und Abflusslöcher an der Unterseite haben. Nur so kann überflüssiges Gieß- und Regenwasser abfließen. Zusätzlichen Schutz gegen Staunässe bieten Tonscherben. Sie werden vor dem Einpflanzen des Bäumchens als etwa 3 Zentimeter hohe Schicht am Boden des Kübels verteilt. Alternativ kann auch eine 5-7 Zentimeter hohe Schicht aus Blähton* oder Kieselerde gestreut werden.

Als Erde für die Zwergobstbäume empfiehlt sich Dach-, Trog- oder natürliche Kübelpflanzenerde*. Für zusätzliche Mineralstoffe kann man etwas Sand und Urgesteinmehl* beimischen. Auf Torf sollte hingegen komplett verzichtet werden. Wenn die kleinen Obstbäume eingepflanzt werden, müssen die Wurzeln besonders sorgsam behandelt werden. Sie dürfen nicht genickt werden und sollten zu den Rändern des Kübels noch etwa 3-5 Zentimeter Platz haben. Passt der Abstand nicht, sollten die Wurzeln vorsichtig beschnitten werden.

Pflege von Zwergobstbäumen

Obstbaumschnitt

Anders als klassische Obstbäume müssen nicht alle Zwergobstbäume beschnitten werden. Bei Sorten wie Aprikose, Kirsche, Nektarine und Pfirsich werden zum Beispiel nur die Seitentriebe zurückgeschnitten, um die kleinen Obstbäume in Form zu halten. Anders verhält es sich bei Apfel- und Birnenbäumen. Bei ihnen müssen im Frühherbst die Seitentriebe aus dem aktuellen Jahr bis auf drei Blätter gekürzt werden. Nur so bilden sich im nächsten Jahr neue fruchtende Kurztriebe aus.

Dünger

Zwergobstbäume haben einen hohen Nährstoffbedarf und sollten deshalb von März bis August regelmäßig gedüngt werden. Außerdem ist es sinnvoll, die oberste Erdschicht jährlich durch frische Erde zu ersetzen. Ein kompletter Austausch der Erde empfiehlt sich alle 3-5 Jahre. In diesem Rhythmus sollten die Zwergobstbäume umgetopft werden.

Zwergobstbäume | Beste Omas

Zwergobst | Beste Omas

Bewässerung

In der Sonne ist die Wasserverdunstung über die Blätter bei Zwergobstbäumen beinahe genauso hoch wie bei großen Obstbäumen. Dementsprechend groß kann auch ihr Durst sein. Der Zustand der Erde muss deshalb gerade im Sommer täglich kontrolliert werden. Gießt man sie zu selten, kann es schnell zu Vertrocknungen kommen. Diese hemmen wiederum das Wachstum der Zwergobstbäume. Auf der anderen Seite vertragen die kleinen Obstbäume auch keine Staunässe. Vom unkontrollierten Überwässern wird deshalb dringend abgeraten.

Schädlinge

Zwergobstbäume sind nicht ganz so wiederstandsfährig wie klassische Obstbäume und sollten deshalb regelmäßig nach Schädlingen abgesucht werden. Vor allem Blattläuse können dem Zwergobst erheblich schaden und die Ernte gefährden. Mit den richtigen Hausmitteln lässt sich dieser Schädling aber zum Glück schnell in die Flucht schlagen.

Überwinterung

Spätestens Ende Oktober müssen die Zwergobstbäume zum Schutz vor Kälte in den Keller oder die Garage gestellt werden. Als Vorbereitung für den Winterschlaf empfiehlt sich ein letztes ausgiebiges Wässern und das Entfernen von abgestorbenen Trieben. Einen zusätzlichen Schutz vor Frost bieten Luftpolsterfolie, Schilfrohrmatten oder Jutebeutel, die um die Kübel mit den Zwergobstbäumen gewickelt werden. So eingepackt lässt man die Zwergobstbäume bis März oder Anfang April ruhen.

Mit Zwergobstbäumen bleibt eigenes Obst auch ohne großen Garten nicht länger ein Wunschtraum. Die kleinen Obstbäume verleihen der Terrasse oder dem Balkon den Zauber eines üppigen Obstgartens und verwöhnen uns einen mit einer genauso leckeren Ernte.

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